Fakten Ernährung

Richtige Ernährung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit und der Schlüssel zur Bekämpfung von Krankheiten.

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Katzen haben sich zu Fleischfressern entwickelt. Daher sollte Ihre Nahrung proteinreich und kohlenhydratarm sein. Katze ist kein kleiner Hund!

Katze braucht Arachidonsäure , da sie diese, im Gegensatz zu Hunden, nicht aus Linolsäure synthetisieren können, oder besser direkt Linolsäure .Wichtig für Verdaung und Ausnutzung eines hohen Fettanteils wie er häufig in Katzennahrung verwendet wird.

Erwachsene Katzen können in Form einzelner Mahlzeiten, ad libitum oder in Form einer Kombination aus diesen beiden Methoden gefüttert werden. Welche Methode gewählt wird, hängt weitgehendvom Futtertyp, von der Fähigkeit der Katze, ihre Futteraufnahme selbst zu regulieren, und von der Vorliebe des Besitzers ab. Bei den meisten zur Fettleibigkeit neigenden Katzen empfiehlt sich die Verabreichung einer angemessenen Futtermenge. Die meisten Katzen vertragen eine einmal täglich erfolgende Fütterung ohne Probleme, die Fütterung von wenigstens zwei Mahlzeiten pro Tag ist jedoch vorzuziehen. Zur ad libitum-Fütterung eignet sich nur Trockenfutter und halb-feuchtes Futter, diese Futtertypen sind aber meist weniger schmackhaft als Feuchtfutter. Bei älteren Katzen kann die Geruchs- und Geschmackswahrnehmun vermindert sein, d´so dass zur Förderung der Futteraufnahme feuchtes und warmes Futter zu bevorzugen ist..

Man beachte, dass mittelalte und ältere Katzen (6-12 Jahre alt) häufig übergewichtig sind, während bei sehr alten Katzen (älter als 12 Jahre) das Risiko für die Entstehung von Untergewicht ansteigt. Trotzdem spielt die Adipositas bei einem großen Anteil der Population älterer Katzen eine Rolle. Auch kommen bestimmte Erkrankungen, die mit einer Adipositas im Zusammenhang stehen (z.B. Diabetis mellitus, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen), bei älteren Katzen häufiger vor. Zudem erhöht sich die Sterbewahrscheinlichkeit bei fettleibigen älteren Katzen fast auf das 3-fache.

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Übergreifende epidemiologische, von Tierärzten durchgeführte Studien, die versuchen, die Körperkondition von Katzen zu quantifizieren, haben das Vorkommen von übergewichtigen und fettleibigen Hunden auf 24 – 30% eingeschätzt.

Übergewicht ist ein begleitender oder verschlimmernder Faktor spezifischer orthopädischer (z.B. Arthrosen), endokriner (z.B. Diabetis) oder kardiovaskulärer (z.B. Bluthochdruck) sowie neoplastischer Erkrankungen und Stoffwechselstörungen von Katzen. Er kompliziert therapeutische oder diagnostische Maßnahmen, indem er das Kleintier weniger tolerant oder weniger widerstandsfähig gegen Stoffwechselstress macht. Adipositas verursacht Diabetis mellitus oder verschlimmert diesen Zustand. Es prädisponiert die vorzeitige Verfettung der Leber. Übergewichtige Tiere haben ein erhöhtes Risiko für Karzinomedes Übergangephitels der Blase. Es besteht ein erhöhtes Narkoserisiko

Definition Übergewicht: 10 – 19 % über dem Optimalgewicht

Definition Adipös: 20 % über dem Optimalgewicht

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Nährstoffe werden in sechs Basiskategorien eingeteilt: Wasser, Proteine, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Proteine, Fette und Kohlenhydrate sind die energieliefernden Nährstoffe.

Katzen haben keinen absoluten Kohlenhydratbedarf. Während des Wachstums, der Trächtigkeit und Laktation sind Kohlenhydrate jedoch essentiell.

Futtermittel mit hohem Anteil an lagsam fermentierbaren Ballaststoffen sind schlechter verdaulich als Futtermittel ohne Ballaststoffe oder mit schnell fermentierbaren Ballaststoffen. Ballaststoffe werden im Gegensatz zur Stärke nicht im Dünndarm verdaut, sondern von Mikroben im Dickdarm fermentiert.

Bei Katzen sind 11 Aminosäuren essentiell. Obgleich der Körper nichtessentielle Aminosäuren aus Kohlenstoff und Stickstoff selbst herstellen kann, haben diese für die Proteinverdauung und den Stoffwechsel diesselbe Bedeutung wie die essentiellen Aminosäuren. Tier haben keinen Proteinbedarf, sehr wohl aber einen Bedarf an Aminosäuren.

Taurin stellt bei Katzen eine essentielle Aminosäure dar. Katzen können Taurin nur sehr eingeschränkt herstellen; ausserdem kommt es zwangsläufig zu Verlusten, da Gallensäuren an Taurin gebunden werden müssen.

In Tierfuttermittel finden sich aus verschiedenen Gründen ein Proteinüberschuss. Manche Tierfutterhersteller propagieren den Mythos, dass Hunde Fleischfresser sind und das Futersorten auf Fleischbasis und mit hohem Proteinanteil für Hunde natürlicher und besser geeignet sind als Futtersorten mit geringem Proteingehalt oder mit Proteinen, die aus pflanzlichen und tierischen Quellen stammen. Futtersorten mit einem höherem Proteingehalt führen bei Tieren nicht zu einem verstärkten Muskelaufbau und auch nicht zu einer Verbesserung der Fellstruktur. Das überschüssige Protein wird lediglich als teure Energiequelle verwertet.

Fette versorgen den Organismus mit Energie und essentiellen Fettsäuren; ausserdem sind sie wichtig für die Resorption fettlöslicher Vitamine.

Ein Mangel an essentiellen Fettsäuren beeinträchtigt die Wundheilung, verursacht ein trockenes, glanzloses Fell und schuppige Haut und verändert den Lipifilm auf der Haut, was das Tier anfälliger für Hautinfektionen macht.

Vitamine sind fett- und wasserlöslich und haben verschiedene Funktionen: DNA-Synthese, Knochenentwicklung, Blutgerinnung, Nährstoffmetabolismus und Energieabgabe. Klinisch gesehen tritt häufig ein multipler Vitamin – B- Mangel auf.

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Leckerbissen sind kleine Belohnungen, die die Bindung zwischen Tierhalter und Tier verstärken und die Erziehung des Tieres unterstützen sollen. Eine an 1000 amerikanischen Haushalten durchgeführte Übersichststudie ergab, dass 80% der Hundehalter ihren Tieren zur Belohnung Nahrungsmittel oder Tischreste geben und dass ungefähr neun von zehn Tierhaltern kommerziell erhältliche Leckerbissen verfüttern. In einer weiteren Studie stellte sich heraus, dass etwa 60% der Hunde Leckerbissen in irgendeiner Form und etwa 30% ausserdem Fleisch erhalten. 65% der Hundehalter kaufen Hundebiskuits. Während 45% Hundeknochen 40% Kauprodukte bevorzugen. Etwa die Hälfte der Tierhalter verfüttert solche Leckerbissen täglich, durchschnittlich jedoch 6-7x pro Woche, wobei die Hunde jedes Mal etwa zwei Stück dieser Leckerbissen erhalten. Der Einfluß dieser Leckerbissen auf die tägliche Nährstoffversorgung wird von den Tierhaltern in der Regel ignoriert. Generell gilt, dass für eine ausgewogene Ernährung weniger als 10% des Futters aus Tischresten oder Leckerbissen und der Rest aus gut zusammengesetzten und bedarfsdeckenden Tierfuttern bestehen sollten. In übermässigen Menegn können Appetit und Ausgewogenheit der Ernährung beeinflusst werden und Übergewicht entstehen. Z.B. bestehen Leckerbissen (Rinderschwanz, Schweineohren, usw.) bestehen zu mehr als 85% aus Protein mit einem hohen Kollagengehalt, dessen biologischen Wertigkeit nur gering ist.

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Die Berechnung des täglichen Energiebedarfs stützt sich auf den Ruheumsatz des Tieres, modifiziert durch einen Faktor, der die normale Aktivität im Zustand der Erhaltung oder die jeweilige Produktion (z.B. Wachstum, Trächtigkeit, Laktation, Arbeit). Der Ruheumsatz bei Säugetieren liegt bei 70 kcal/Tag/KGW bzw. 293 kJ/Tag/KGW. Dieser Energiebedarf für den Ruheumsatz ist eine Richtlinie, ein Ausgangswert oder Schätzwert für den Energiebedarf, nicht jedoch ein absoluter Wert für das einzelne Tier.

Täglicher Energiebedarf von Katzen

Erhaltung (0,8 – 1,6 x Ruheumsatz)

Ausgewachsenes Tier, kastriert = 1,2 x Ruheumsatz

Ausgewachsenes Tier, normal = 1,4 x Ruheumsatz

Ausgewachsenes Tier, mit hoher Aktivität = 1,6 x Ruheumsatz

Ausgewachsenes Tier, mit Neigung zur Fettleibigkeit = 1,0 x Ruheumsatz

Bei angestrebtem Gewichtsverlust = 0,8 x Ruheumsatz

Wachstum

Die tägliche Energieaufnahme bei wachsenden Katzenwelpen sollte bei 2,5 x Ruheumsatz liegen.

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Gewichtsreduktionsprogramm

Ein erfolgreiches Gewichtsreduktionsprogramm ist ein mehrstufiger Prozess, der die Bereitschaft des Besitzers, einen Fütterungsplan und ein Bewegungsprogramm vorraussetzt.

Hungern kann bei Tieren wegen des Risikos der hepatischen Lipidose nicht zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Ausserdem kommt es bei einem Gewichtsverlust durch Hungern, selbst unter günstigsten Umständen zu einem Verlust von 10 – 25% fettfreier Körpermasse. Der Verlust von fettfreier Körpermasse vermindert den Ruheumsatz und damit auch die Kalorienzahl. Deshalb besteht das zugrunde liegende Ziel der täglichen Kalorienzuteilung zur Gewichtsreduktion darin, die Kalorienmenge genügend zu reduzieren um einen Gewichtsverlust zu erreichen aber gleichzeitig genug Kalorien, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe bereit zu stellen, Nähstoffmängel und den Verlust von fettfreier Körpergewebe zu minimieren oder zu vermeiden.

Der erste Schritt, der auch das Fundament für das Abnehmen bilden sollte, ist, dass alle Personen, die in der Fütterung des Kleintieres involviert sind, die Gründe verstehen und akzeptieren warum das Tier an Gewicht verlieren sollte und sich verpflichten, dieses Ziel zu erreichen. Eine Gewichtsreduktion wird nicht eintreten, wenn die Besitzer das Problem nicht erkennen und unwillig sind, die erforderlichen Schritte zu unternehmen.

Die Zusammenstellung eines Gewichtsreduzierungsprogramms besteht aus:

ein Ziele für den zu erreichenden Gewichtsverlust festlegen

die Menge der täglichen Klorienaufnahme festlegen

das Futter sowie die Fütterungsmethode festlegen

die bestimmte Menge an Bewegung anzusetzen

Fortschritte beim Gewichtsverlust protokollieren

Kalorien, Futter und Bewegung nach Bedarf anpassen

Idealerweise sollten Leckerbissen, Snacks sowie Nahrung für Menschen in Reduktionsdiäten für Hunde und Katzen verboten sein, um die Chancen eines erfolgreichen Gewichtsverlustes zu maximieren. Ein Teil der täglichen Kalorien für eine Gewichtsabnahme kann jedoch für Leckerbissen und Snacks reserviert werden, wenn der Besitzer darauf besteht sie zu geben. Die Leckerbissen sollten aus kalorienarmen Futtermitteln, wie aus der Trockenform des Reduktionsfutters, Popcorn ohne Butter, kalorien- und stärkearme Gemüse oder fettarmen handelsüblichen Leckerbissen stammen. Die Kalorien der Leckerbissen müssen in die Gesamtkalorienmenge des Fütterungsprotokolls miteinbezogen werden.

Hunde und Katzen in einem Gewichtsreduktionsprogramm sollten statt eines großen Mahls viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt erhalten, um einen Vorteil aus der obligaten Energie zu ziehen, die bei der Verdauung und Absorption von Futter entsteht. Die meisten Besitzer können zwei Mahlzeiten füttern, ohne ihren Tagesablauf zu stören. Klienten, die ohne Probleme drei oder mehr Mahlzeiten anbieten können, sollten dies tun.

Das Tier sollte während der Zubereitung einer Familienmahlzeit und deren Verzehr ausserhalb der Küche und dem Essbereich gehalten werden. Das kann dazu beitragen, das Betteln des Tieres und das Verlangen des Besitzers dem Tier zusätzliches Futter oder Leckerbissen zu geben, zu reduzieren.

Bewegung ist die einzig praktikable Menthode, um den Energieaufwand in die Höhe zu treiben und so ein Defizit zwischen der aufgenommenen Energie und dem Energieverbrauch des kalorienreduziert gefütterten Patienten zu schaffen oder zu vergrößern.

Die regelmässige Kontrolle des Gewichtes des Tieres ist wichtig, um sicher zu gehen, dass die Massnahmen effektiv sind und um den Besitzer zu motivieren. Einfach den Besitzer darauf hinzuweisen, eine bestimmte Menge kalorienarmes Futter zu verfüttern und die Aktivität des Haustieres zu erhöhen, ist es kaum möglich eine Gewichtsabnahme zu erreichen.

Rückschläge:

Tierbesitzer brauchen Bestätigung in Form von Komplimenten und Ermunterung wenn ihre übergewichtigen Tiere an Gewicht verlieren. Der Hund oder die Katze zeigt häufig ein Verhalten, welches von den Tierbesitzern als Hunger interpretiert wird. Einige Tierbesitzer haben nach wie vor das Gefühl, dass sie ihrem Tier das nötige Futter oder die Zuwendung verweigern, wenn sie entschlossen haben, ihr Tier dazu zu bringen, sein Gewicht zu reduzieren. Der Widerstand des Tierbesitzers, sich dem Verhalten des Tieres zu fügen und dem Tier mehr Futter zu geben sollte beachtet und unterstützt werden.

Fortschritte können aus diversen Gründen ausbleiben. Die Ursache für den fehlenden Fortschritt muss erforscht und erklärt werden. Manchmal verliert das Tier tatsächlich an Gewicht, aber es wird einfach nicht festgestellt, da entweder die Waage nicht sensibel genug ist, oder der MagenDarm-Trakt oder Harntrakt zum Zeitpunkt des Wiegens übermässig gefüllt ist. In jedem Fall müssen die Besitzer verstehen und akzeptieren, dass es immer wieder zu kleinen Rückschlägen kommen kann. Die beste Unterstützung und Ermunterung kommt in der ersten Linie durch den sichtbaren Gewichtsverlust des Tieres und später dadurch, dass die normalen Körperkonturen wieder erscheinen und die klinischen Probleme gelöst werden (z.B. verbesserte Bewegungstoleranz). Häufig ist ein Gewchtsverlust für den Besitzer nicht feststellbar und erfordert die objektive Dokumentation mit Waagen oder Messbändern. Eine Veränderung im Körpergewicht ist das ultimative Kriterium, um den Erfolg oder Misserfolg eines Gewichtsreduktionprogramms zu beurteilen. Wenn die Zeitspanne zwischen den Kontrolluntersuchungen jedoch kurz ist, ist der Gewichtsverlust besonders langsam und ein Fortschritt gemessen allein am Körpergewicht ist nicht offensichtlich. Im Allgemeinen sind Intervalle von zwei Wochen bei den meisten Tieren eine sichere und angemessene Zeitspanne. Katzen sowie einige kleinere Hunderassen können drei Wochen benötigen, bevor ein messbarer Gewichtsverlust auf der Waage festgestellt werden kann. Allerdings setzt „Slimpet“ auf das Ziel, sich auf eine akzeptable Gewichtsabnahme zu konzentrieren, statt einen Zeitraum festzusetzen, in dem das Gewichtsreduktionprogramm abgeschlossen sein muss. Studien an Menschen haben gezeigt, dass ein Gewichtsverlust von mehr als 2% pro Woche ungesund ist, da dabei zuviel fettfreie Körpermasse verloren geht. Dies reduziert letztendlich den Ruheumsatz und wirkt dem Ziel, die größtmögliche Stoffwechselrate bei einem gewichtsreduzierten Tiere zu erhalten entgegen. Realistisch gesehen werden acht bis zwölf Monate für ein Gewichtsreduktionprogramm bei den meisten Hunden und Katzen, die wirklich fett sind und die eine reduzierte Stoffwechselrate haben.

Quellen:

Association of American Feed Control Officials, Official Publication, 1998, 143-147

Klinische Diätetik für Kleintiere, Hand Thatcher Remillard Roudebusch, 2002, Band I + II