Übergewicht Hund

Oft wird Übergewicht nur als kleiner Schönheitsmakel belächelt, doch Übergewicht stellt eine ernstzunehmende Erkrankung dar und verringert die Lebenserwartung von Hunden. Übergewicht begünstigt unter anderem: Diabetes, Beschwerden des Bewegungsapparates sowie Herz-Kreislauferkrankungen und Harnwegsprobleme.

Liegt das aktuelle Gewicht 10-20% über dem Idealgewicht spricht man von Übergewicht, bei über 20% von Adipositas.

Die Rippen lassen sich leicht tasten sind aber nicht sichtbar und von einer dünnen Fettschicht überzogen? Von oben betrachtet sieht man eine deutlich erkennbare Taille? Am Bauch befindet sich ein kleines Fettpolster? Dies alles sind einfach festzustellende Kriterien für einen normalgewichtigen Hund.

Bildergebnis für übergewicht bcs hund

Bei einem übergewichtigen Hund sind die Rippen kaum zu fühlen, eine Taille ist von oben betrachtet allenfalls zu erahnen, am Bauch befindet sich eine ausgeprägte Fettschicht.

Erkennt man keine Taille mehr, sondern sieht von oben eine rundliche Bauchshilouette, die Rippen lassen sich kaum tasten und am Bauch sind stark ausgeprägte Fettdepots in Form eines Hängebauches so ist der Hund adipös. Diese Hunde haben ein „schwerwiegendes“ Problem.

Die Ursache für Übergewicht ist simpel erklärt. Der Hund nimmt mehr Energie auf als er verbraucht. Doch wie kommt es dazu?

Bewegungsmangel und häufige Gabe von Leckerlis zusätzlich zur eigentlichen Tagesration sind einige von vielen Gründen für Übergewicht.

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Übergreifende epidemiologische, von Tierärzten durchgeführte Studien, die versuchen, die Körperkondition von Hunden zu quantifizieren, haben das Vorkommen von übergewichtigen und fettleibigen Hunden auf 24 – 30% eingeschätzt.

Bei dem Gewichtsmanagement eines Tieres muss auf sehr viele individuelle Faktoren und Eigenschaften des Tieres Rücksicht genommen werden („Jedes Tier ist für sich absolut einzigartig!“)

  • Alter des Tieres
  • Gesundheitsstatus des Tieres
  • Höhe des optimalen Gewichtes
  • Fressverhalten, Allergien und Futtervorlieben

Da man bei Tieren aus gesundheitlichen und psychischen Aspekten nicht einfach eine „Friß die Hälfte“ – Diät anwenden darf, wurde das Produkt „Slimpet“ entwickelt.

Somit hat man mit der Anwendung von Slimpet zwei riesige Vorteile:

  • Durch das ausgelöste Sättigungsgefühl trotz einer geringeren Futtermenge empfindet das Tier kein Hungergefühl und ist vollkommen zufrieden.
  • Durch die ausgewählten Inhaltsstoffe kommt es trotz einer geringeren Futtermenge zu keinerlei Mangelerscheinungen.

Das angenehme Sättigungsgefühl, welches Slimpet hervorruft, wird aus der Kombination verschiedener Stoffe gewonnen, welche sich in mehreren Studien zur Gewichtsbekämpfung bei Tieren bewährt haben.

Bei den meisten Diäten sind viele Nährstoffe und Kohlenhydrate zur Einnahme nicht erlaubt, die Sie mit Slimpet ohne Bedenken füttern können und gleichzeitig das Gewicht Ihres Tieres unter Kontrolle halten.

Allerdings ist es allein mit der Verwendung von Slimpet auch nicht getan. Wie auch bei jeder menschlichen Diät muss sich zusätzlich etwas am Bewegungsablauf ändern. Dies ist natürlich bei Hunden einfach als bei der Hauskatze. Nichts destotrotz sollte man seine derzeitigen Gewohnheiten (z.B. abends nur einmal kurz um den Block) und Rituale (z.B. nachmittags gibt es immer zusätzlich ein Leckerchen) überdenken und anpassen.

Besonders bei den kleinen „Leckerchen“ die das Tier häufig bekommt, kann man schon einige Kalorien einsparen. Dazu empfiehlt es sich anfangs eine Art Tagebuch zu führen, indem jede zusätzliche Mahlzeit (Reste Mittagessen, Keks von Nachbarskindern, Kaustange zur Zahnreinigung, runtergefallenes Butterbrot, usw.) notiert wird. Häufig ist man selber überrascht wieviel zusätzliche Futtereinheiten das Tier am Tag bekommt.

Um festzulegen, wieviel Futter ein Tier benötigt, muss dessen Energiebedarf bekannt sein. Die Bestimmung des Energiebedarfes erfordert die Messung des Energieumsatzes des Tieres unter definierten physiologischen Bedingungen und in einem definierten Umfeld. Wissenschaftlich anerkannte Energieumsatzstudien berücksichtigen daher folgende Komponenten des Energiehaushaltes eines Tieres:

  1. Die über das Futter aufgenommene Energie
  2. Den Energieverlust über Harn, Kot und Darmgase
  3. Die durch den Stoffwechsel produzierte Wärme durch körperliche/geistige Anstrengung
  4. Speicherung der Energie in Geweben (Fettablagerung)

Warum sind manche Hund verfressener als andere?

Die gute Nachricht: Herrchen und Frauchen können oft nichts dafür. Eleanor Rafan und ihr Team von der University of Cambridge berichten in „Cell Metabolism“, dass sie übergewichtige und schlanke Tiere untersucht haben. Tatsächlich waren manche von ihnen wesentlich verfressener. Und sie konnten auch zeigen, dass diese Hunde häufig eine bestimmte Veränderung des POMC-Gens haben. Eiine solche Genveränderung tragen 23 % dieser Hunde.

Aber: Wenn der Hund die falschen Gene hat, muss der Mensch ihn nicht überfüttern – bettelnder Hundeblick hin oder her.


Übergewicht ist ein begleitender oder verschlimmernder Faktor spezifischer orthopädischer (z.B. Arthrosen), endokriner (z.B. Diabetis) oder kardiovaskulärer (z.B. Bluthochdruck) sowie neoplastischer Erkrankungen und Stoffwechselstörungen von Hunden. Er kompliziert therapeutische oder diagnostische Maßnahmen, indem er das Kleintier weniger tolerant oder weniger widerstandsfähig gegen Stoffwechselstress macht. Adipositas verursacht Diabetis mellitus oder verschlimmert diesen Zustand. Es prädisponiert die vorzeitige Verfettung der Leber. Übergewichtige Tiere haben ein erhöhtes Risiko für Karzinomedes Übergangephitels der Blase. Es besteht ein erhöhtes Narkoserisiko

Definition Übergewicht: 10 – 19 % über dem Optimalgewicht

Definition Adipös: 20 % über dem Optimalgewicht

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Gewichtsreduktionsprogramm

Ein erfolgreiches Gewichtsreduktionsprogramm ist ein mehrstufiger Prozess, der die Bereitschaft des Besitzers, einen Fütterungsplan und ein Bewegungsprogramm vorraussetzt.

Hungern kann bei Tieren wegen des Risikos der hepatischen Lipidose nicht zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Ausserdem kommt es bei einem Gewichtsverlust durch Hungern, selbst unter günstigsten Umständen zu einem Verlust von 10 – 25% fettfreier Körpermasse. Der Verlust von fettfreier Körpermasse vermindert den Ruheumsatz und damit auch die Kalorienzahl. Deshalb besteht das zugrunde liegende Ziel der täglichen Kalorienzuteilung zur Gewichtsreduktion darin, die Kalorienmenge genügend zu reduzieren um einen Gewichtsverlust zu erreichen aber gleichzeitig genug Kalorien, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe bereit zu stellen, Nähstoffmängel und den Verlust von fettfreier Körpergewebe zu minimieren oder zu vermeiden.

Der erste Schritt, der auch das Fundament für das Abnehmen bilden sollte, ist, dass alle Personen, die in der Fütterung des Kleintieres involviert sind, die Gründe verstehen und akzeptieren warum das Tier an Gewicht verlieren sollte und sich verpflichten, dieses Ziel zu erreichen. Eine Gewichtsreduktion wird nicht eintreten, wenn die Besitzer das Problem nicht erkennen und unwillig sind, die erforderlichen Schritte zu unternehmen.

Die Zusammenstellung eines Gewichtsreduzierungsprogramms besteht aus:

  • ein Ziele für den zu erreichenden Gewichtsverlust festlegen
  • die Menge der täglichen Klorienaufnahme festlegen
  • das Futter sowie die Fütterungsmethode festlegen
  • die bestimmte Menge an Bewegung anzusetzen
  • Fortschritte beim Gewichtsverlust protokollieren
  • Kalorien, Futter und Bewegung nach Bedarf anpassen

Idealerweise sollten Leckerbissen, Snacks sowie Nahrung für Menschen in Reduktionsdiäten für Hunde und Katzen verboten sein, um die Chancen eines erfolgreichen Gewichtsverlustes zu maximieren. Ein Teil der täglichen Kalorien für eine Gewichtsabnahme kann jedoch für Leckerbissen und Snacks reserviert werden, wenn der Besitzer darauf besteht sie zu geben. Die Leckerbissen sollten aus kalorienarmen Futtermitteln, wie aus der Trockenform des Reduktionsfutters, Popcorn ohne Butter, kalorien- und stärkearme Gemüse oder fettarmen handelsüblichen Leckerbissen stammen. Die Kalorien der Leckerbissen müssen in die Gesamtkalorienmenge des Fütterungsprotokolls miteinbezogen werden.

Hunde und Katzen in einem Gewichtsreduktionsprogramm sollten statt eines großen Mahls viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt erhalten, um einen Vorteil aus der obligaten Energie zu ziehen, die bei der Verdauung und Absorption von Futter entsteht. Die meisten Besitzer können zwei Mahlzeiten füttern, ohne ihren Tagesablauf zu stören. Klienten, die ohne Probleme drei oder mehr Mahlzeiten anbieten können, sollten dies tun.

Das Tier sollte während der Zubereitung einer Familienmahlzeit und deren Verzehr ausserhalb der Küche und dem Essbereich gehalten werden. Das kann dazu beitragen, das Betteln des Tieres und das Verlangen des Besitzers dem Tier zusätzliches Futter oder Leckerbissen zu geben, zu reduzieren.

Bewegung ist die einzig praktikable Menthode, um den Energieaufwand in die Höhe zu treiben und so ein Defizit zwischen der aufgenommenen Energie und dem Energieverbrauch des kalorienreduziert gefütterten Patienten zu schaffen oder zu vergrößern.

Die regelmässige Kontrolle des Gewichtes des Tieres ist wichtig, um sicher zu gehen, dass die Massnahmen effektiv sind und um den Besitzer zu motivieren. Einfach den Besitzer darauf hinzuweisen, eine bestimmte Menge kalorienarmes Futter zu verfüttern und die Aktivität des Haustieres zu erhöhen, ist es kaum möglich eine Gewichtsabnahme zu erreichen.

Rückschläge:

Tierbesitzer brauchen Bestätigung in Form von Komplimenten und Ermunterung wenn ihre übergewichtigen Tiere an Gewicht verlieren. Der Hund oder die Katze zeigt häufig ein Verhalten, welches von den Tierbesitzern als Hunger interpretiert wird. Einige Tierbesitzer haben nach wie vor das Gefühl, dass sie ihrem Tier das nötige Futter oder die Zuwendung verweigern, wenn sie entschlossen haben, ihr Tier dazu zu bringen, sein Gewicht zu reduzieren. Der Widerstand des Tierbesitzers, sich dem Verhalten des Tieres zu fügen und dem Tier mehr Futter zu geben sollte beachtet und unterstützt werden.

Fortschritte können aus diversen Gründen ausbleiben. Die Ursache für den fehlenden Fortschritt muss erforscht und erklärt werden. Manchmal verliert das Tier tatsächlich an Gewicht, aber es wird einfach nicht festgestellt, da entweder die Waage nicht sensibel genug ist, oder der MagenDarm-Trakt oder Harntrakt zum Zeitpunkt des Wiegens übermässig gefüllt ist. In jedem Fall müssen die Besitzer verstehen und akzeptieren, dass es immer wieder zu kleinen Rückschlägen kommen kann. Die beste Unterstützung und Ermunterung kommt in der ersten Linie durch den sichtbaren Gewichtsverlust des Tieres und später dadurch, dass die normalen Körperkonturen wieder erscheinen und die klinischen Probleme gelöst werden (z.B. verbesserte Bewegungstoleranz). Häufig ist ein Gewchtsverlust für den Besitzer nicht feststellbar und erfordert die objektive Dokumentation mit Waagen oder Messbändern. Eine Veränderung im Körpergewicht ist das ultimative Kriterium, um den Erfolg oder Misserfolg eines Gewichtsreduktionprogramms zu beurteilen. Wenn die Zeitspanne zwischen den Kontrolluntersuchungen jedoch kurz ist, ist der Gewichtsverlust besonders langsam und ein Fortschritt gemessen allein am Körpergewicht ist nicht offensichtlich. Im Allgemeinen sind Intervalle von zwei Wochen bei den meisten Tieren eine sichere und angemessene Zeitspanne. Katzen sowie einige kleinere Hunderassen können drei Wochen benötigen, bevor ein messbarer Gewichtsverlust auf der Waage festgestellt werden kann. Allerdings setzt „Slimpet“ auf das Ziel, sich auf eine akzeptable Gewichtsabnahme zu konzentrieren, statt einen Zeitraum festzusetzen, in dem das Gewichtsreduktionprogramm abgeschlossen sein muss. Studien an Menschen haben gezeigt, dass ein Gewichtsverlust von mehr als 2% pro Woche ungesund ist, da dabei zuviel fettfreie Körpermasse verloren geht. Dies reduziert letztendlich den Ruheumsatz und wirkt dem Ziel, die größtmögliche Stoffwechselrate bei einem gewichtsreduzierten Tiere zu erhalten entgegen. Realistisch gesehen werden acht bis zwölf Monate für ein Gewichtsreduktionprogramm bei den meisten Hunden und Katzen, die wirklich fett sind und die eine reduzierte Stoffwechselrate haben.

Quellen:

Association of American Feed Control Officials, Official Publication, 1998, 143-147

Klinische Diätetik für Kleintiere, Hand Thatcher Remillard Roudebusch, 2002, Band I + II